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Warum lieben Katzen Kartons so sehr?

Von Dalia · Zuletzt geprüft: 30. Sept. 2026

Mikka, eine gerettete Schildpattkatze, auf Erkundungstour
Du kaufst deiner Katze ein teures Bett – und sie zieht in den Karton ein

„Warum mögen Katzen Kartons?“ gehört zu den klassischen Katzenfragen bei Google. Wer seiner Katze schon einmal etwas geschenkt hat, kennt das Ergebnis: Das Geschenk wird ignoriert, der Karton wird bezogen.

Ein Versteck gibt Sicherheit

Katzen sind Jäger und Beutetiere zugleich: In freier Wildbahn werden sie von größeren Tieren gejagt. Sind sie gestresst oder unsicher, suchen sie instinktiv einen geschützten Unterschlupf, aus dem sie hinausschauen können, ohne selbst leicht entdeckt zu werden. Ein Karton ist dafür perfekt: Wände auf drei Seiten, das Zimmer im Blick, und von hinten schleicht sich niemand an.

Wissenschaftlich untersucht: Kartons senken Stress

Das ist nicht nur eine niedliche Theorie. In einer Studie in einem niederländischen Tierheim (Vinke und Kollegen, 2014) bekamen neu aufgenommene Katzen entweder einen Karton als Versteck oder keinen. Die Katzen mit Karton erholten sich mindestens vier Tage früher vom Stress als diejenigen ohne. Auch eine spätere randomisierte kontrollierte Studie mit niederländischen Tierheimkatzen zeigte: Versteckmöglichkeiten verringerten während der Quarantäne die am Verhalten erkennbaren Stressanzeichen.

Für Katzen im Tierheim und gerettete Katzen kann ein einfacher Pappkarton also wirklich etwas bewirken.

Weitere Gründe, warum Katzen Kartons lieben

  • Wärme. Katzen mögen warme Plätze, und Pappe isoliert gut. Rollt sich eine Katze im Karton zusammen, bleibt ihre Körperwärme bei ihr.
  • Zentrale für Überraschungsangriffe. Ein Karton ist das perfekte Versteck, um daraus hervorzuspringen – bestens geeignet zum Spielen und zum Üben der Jagd.
  • Kratzen und Knabbern. Pappe lässt sich wunderbar bekratzen und beknabbern.
  • Neue Gerüche. Ein neuer Karton steckt voller spannender Düfte, die gründlich untersucht werden wollen.

So helfen Kartons deiner Katze

  • Biete jeder Katze mindestens ein Versteck, besonders in den ersten Tagen im neuen Zuhause (siehe eine neue Katze eingewöhnen).
  • Schüchternen oder geretteten Katzen hilft ein Karton oder eine Schlafhöhle in einem ruhigen Zimmer sehr.
  • Schneide einen Eingang in die Seite eines geschlossenen Kartons – fertig ist die gemütliche Höhle.
  • Mehrkatzenhaushalte: Biete mehrere Verstecke an, damit niemand darum konkurrieren muss.
  • Tausche die Kartons ab und zu aus, damit sie interessant bleiben.

Wenn Verstecken ein Warnzeichen ist

Sich zu verstecken ist normal. Wenn eine Katze sich aber plötzlich viel häufiger als sonst versteckt, nicht mehr frisst oder nicht herauskommen möchte, kann sie krank sein oder Schmerzen haben. Geh dann mit ihr zum Tierarzt.

Bei Mumcat bekommt jeder Neuzugang gleich am ersten Tag einen Karton. Für eine verängstigte Straßenkatze ist er der erste sichere Ort in einer völlig fremden neuen Welt.

Häufige Fragen

Warum mögen Katzen Kartons?

In Kartons können Katzen sich verstecken und gleichzeitig ihre Umgebung beobachten. Das gibt ihnen Sicherheit. Außerdem halten Kartons warm und sind perfekt zum Spielen und Lauern.

Helfen Kartons wirklich gegen Stress bei Katzen?

Ja. In einer niederländischen Tierheimstudie erholten sich Katzen mit einem Versteckkarton mindestens vier Tage früher vom Stress als Katzen ohne.

Sollte ich meiner neuen Katze einen Karton anbieten?

Ja. Ein Karton oder eine Schlafhöhle in einem ruhigen Zimmer ist eine der einfachsten Möglichkeiten, einer neu eingezogenen, schüchternen oder geretteten Katze beim Ankommen zu helfen.

Ist es ein Problem, wenn sich meine Katze ständig versteckt?

Wenn sich deine Katze plötzlich deutlich häufiger versteckt, kann das auf eine Krankheit oder Schmerzen hindeuten – besonders, wenn sie auch nicht frisst. Wende dich an deinen Tierarzt.

Quellen

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