
Hi, ich bin Evita und weiß, was ich will. 


Evita
Weiblich · Erwachsen (Alter in Jahren: etwa 3) · Getigert
Bei dir wohnt schon eine Katze? Unser kostenloser Planer für die Zusammenführung hilft dir, die ersten Wochen im passenden Tempo für beide zu gestalten.
Am allerliebsten: Kuscheln, durchs Grüne streifen und in der Sonne liegen.
Gesundheits-Checkliste
- Gechippt
- Geimpft
- Kastriert
- Entwurmt
- Getestet & tierärztlich untersucht
Die Geschichte von Evita
Ein paar Katzenfreundinnen haben mich damals in einem Dorf entdeckt. Am Flussufer lebte eine Katzenkolonie, aber mich hatte dort noch niemand gesehen. Weil ich mit Menschen ganz gut klarkam, nahmen sie mich von dort mit und suchten eine Pflegestelle für mich. So habe ich meinen Menschen kennengelernt. Ich wurde kastriert und im selben Zuge adoptiert. Damals waren wir nur 5 Katzen, und mit den Älteren kam ich gut zurecht. Seitdem sind wir einige Male umgezogen, und ich habe Gefallen daran gefunden, auf meinen ausgedehnten Spaziergängen allein unterwegs zu sein. Das hilft mir, vom Trubel mit den anderen runterzukommen. Weißt du, mit dem Alter gibt es einfach Momente, in denen man seinen Platz nicht teilen möchte. Die junge Truppe kann mich schon stressen, obwohl sie mich eigentlich gar nicht behelligt. Aber ich werde nun mal älter und möchte einfach meine Ruhe.
Mein Mensch überlegt, ob ein Zuhause ganz für mich allein vielleicht das Richtige wäre. So richtig entscheiden möchte sie das nicht selbst. Sie liebt mich genug, um zu verstehen, was für mich am besten ist, und will deshalb das Schicksal entscheiden lassen. Falls sich jemand für mich interessiert, der keine anderen Katzen hat, würde sie mich ziehen lassen. Das heißt: Sie wird immer für mich sorgen, weiß aber auch, dass es mir als Einzelkatze vielleicht besser gehen könnte. Draußen lauern allerdings viele Gefahren. Ich darf nur raus, um etwas Dampf abzulassen, und weil ich weit in die grünen Felder hineinstreife, wo keine Autos fahren und keine anderen Tiere unterwegs sind. Vom Fenster aus bin ich gut zu sehen, und jede Nacht komme ich nach Hause zurück.
Wir haben März 2022, und sobald die Temperaturen steigen, werde ich zur Nachteule. Dann wird es für meinen Menschen etwas kniffliger. Sie würde so gern einen sicheren Platz für mich finden.
Vor der Kamera
Evita im Video ansehen
Film auf Englisch – vollständiges Transkript weiter unten
Lies die Geschichte
Seine Majestät hat am Sofa gekratzt. Schon wieder. Manche würden ihm deshalb die Krallen entfernen lassen. Reden wir also Klartext darüber, was das eigentlich bedeutet.
Krallen entfernen ist nicht Krallen schneiden. Die Kralle einer Katze wächst aus dem letzten Knochen jeder Zehe. Die Krallen zu entfernen heißt also, diesen Knochen zu amputieren. An jeder Zehe.
Stell dir vor, dir würde an jedem Finger das letzte Glied amputiert. Weil du am Sofa gekratzt hast.
Und das kann ein Leben lang wehtun. Studien haben gezeigt, dass Katzen nach einer Krallenentfernung häufiger Rückenschmerzen hatten, häufiger bissen und häufiger die Katzentoilette nicht mehr benutzten.
In Spanien ist das verboten. Das Tierschutzgesetz verbietet Verstümmelungen, außer wenn sie medizinisch wirklich notwendig sind. Auch in vielen anderen europäischen Ländern ist die Krallenentfernung verboten.
Die Sache ist nämlich: Kratzen ist kein schlechtes Benehmen. So strecken sich Katzen, halten ihre Krallen gesund und hinterlassen ihre ganz persönliche Markierung.
Biete Seiner Majestät also etwas Besseres als das Sofa: einen hohen, stabilen Kratzbaum. Stell ihn neben das Sofa, in die Nähe seines Schlafplatzes und an die Tür. Gib etwas Katzenminze dazu und lobe ihn, wenn er ihn benutzt.
Kürze alle paar Wochen nur die äußersten Krallenspitzen, und deck das Sofa ab, solange er noch lernt.
Das Sofa überlebt. Die Krallen bleiben dran. Alle gewinnen. Außer dem Kratzbaum. Der hatte von Anfang an keine Chance.
Film auf Englisch – vollständiges Transkript weiter unten
Lies die Geschichte
Ein Tag bei Mumcat. Dreißig Katzen. Ein Mensch. Los geht’s um 8 Uhr morgens.
Jeder Morgen beginnt mit einer Runde durchs Haus, einem Guten Morgen mit herrlich alberner Stimme und einer kurzen Bestandsaufnahme: Was wurde über Nacht alles umgeworfen?
Frühstück gibt’s in Schichten. Ein Inhalator für Malu. Augentropfen für Bagheera. Schilddrüsenmedikamente für Nera, versteckt in einer großzügigen Portion Churu. Manche Katzen fressen zusammen. Manche teilen ihren Futterplatz mit niemandem. Niemals. Und Evita ist natürlich schon da und hat ihre Wünsche angemeldet.
Dann sind die Näpfe, die Schlafplätze und die große Sandkiste dran. Und ein bisschen Zeit zum Schnurren bleibt auch. Während die Katzen dösen, geht sie online auf Schnäppchenjagd nach Großpackungen. Dreißig Katzen verbrauchen eine Menge Streu.
Nachmittags stehen Tierarztbesuche an, meist zweimal pro Woche, mit jeweils zwei Katzen. Oder Einkäufe: Streu, Trockenfutter, Dosen und Spezialfutter. Oder die Wäsche: Steppdecken, Kissen, Kuscheldecken … alles frisch gewaschen für die Nickerchenplätze.
Um sieben wird die Tasche gepackt, und sie macht sich auf den Weg zur Straßenkatzenkolonie. Ein paar Katzen setzen sich zu ihr. Ein paar muss sie rufen. An zwei oder drei Stellen werden die Näpfe gefüllt.
Dann geht’s nach Hause zur letzten Mahlzeit des Tages. Die wird jedes Mal ausgesprochen dankbar angenommen. Das hört man am Fauchen.
Um ein Uhr nachts: die letzten Tabletten für Nera, die letzten Tropfen für Bagheera und noch einmal nachsehen, ob in jedem Napf ein bisschen Trockenfutter liegt. Dann darf endlich auch mal jemand anderes schlafen.
Das war ein echter Tag bei Mumcat. Morgen macht sie das alles noch einmal.