16. November 2022 · Lesezeit: 4 Min.
Lange nichts von mir gehört

Es ist eine Weile her, dass ich hier etwas schreiben konnte. Meistens mache ich es mir einfach und poste auf IG. Bei mir zu Hause zählt jede Minute, da muss es oft einfach schnell gehen. Ich hoffe, du verstehst das.
Inzwischen würde ich wirklich gern ein paar Kameras anschaffen, damit die einfach unsere Geschichte erzählen.
Aber natürlich ist alles eine Frage des Geldes. In letzter Zeit hatte ich andere Prioritäten. Eine davon war die Vereinsgründung.
Mumcatorg gibt es jetzt
Jetzt kann ich also sagen: Mumcatorg hat eine vorläufige Identifikationsnummer, und hoffentlich ist bis Januar rechtlich alles zu 100% unter Dach und Fach. Ich glaube, sobald es offiziell und nicht mehr nur vorläufig ist, werden wir uns sicherer fühlen.
Das Gefühl, bedroht zu sein
Der Anlass für die Gründung waren die jüngsten Gesetzesänderungen in Spanien. Nicht, dass ich mehr Katzen aufnehmen oder die bei mir zu Hause und in der Umgebung anders versorgen möchte. Nein, ich musste Mumcatorg wirklich gründen, um die Fellnasen zu schützen, die sich derzeit rund um mein Haus aufhalten und damit für alle sichtbar sind.
Irgendjemand, der vielleicht nicht versteht, warum vor deiner Tür Katzen sitzen, kann dich einfach so anzeigen.
Hier bin ich nicht sicher. Aber als ich dieses Haus bekam, war ich froh und dankbar, dass wir wieder ein Dach über dem Kopf hatten. Eine lange Geschichte.
Vielleicht weißt du das schon, vielleicht auch nicht: Meistens sehen die Leute in dir nur jemanden, der Katzen füttert.
Dabei ist es so viel mehr. Das Füttern ist der einfache Teil. Alle Katzen, die dauerhaft bei mir im Haus und drumherum leben, sind kastriert. Und wohin wir auch gehen werden: Sie kommen mit. Sie sind Familie.
Ein paar weitere füttere ich gerade an, um ihr Vertrauen zu gewinnen und nah genug an sie heranzukommen, damit ich sie in eine Transportbox bekomme. Ich habe keine Falle und habe es bisher immer geschafft, mich mit ihnen anzufreunden. Ich hasse diesen Teil, aber er ist so entscheidend für alles, was danach kommt.
Aber versuch mal, den Leuten da draußen zu erklären, wie mühsam diese Arbeit ist. Und ja, wieder einmal bin ich die Zielscheibe von Menschen, die engstirnig sind und keine Ahnung haben. Deshalb musste es Mumcatorg geben.

Es hat Monate gedauert: die Satzung formulieren, alle nötigen Informationen zusammensuchen und die vielen anderen Dinge, die dazugehören. Zum Glück haben mich zwei Menschen dabei unterstützt, die ebenfalls zum Verein gehören. Auch bei ihnen habe ich gemerkt, dass sich der Blick auf mich verändert hat: Aus der verrückten Katzenfrau wurde die Vorsitzende dieses Vereins. Schon lustig, wie das manchmal läuft.
Was bringt die Zukunft?
Diese Frage stellen sich angesichts der weltweiten Lage wahrscheinlich die meisten. Es hat sich wirklich angefühlt, als würde ich gegen den Strom schwimmen. Aber das tut man im Tierschutz vom ersten Tag an. Die Antwort lautet: keine Ahnung. Natürlich habe ich große Ideen und große Pläne, und ich würde so gern einen sicheren Zufluchtsort schaffen. Da kommt mir das Wort Lebenshof in den Sinn.
Aber nicht hier
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Solange ich hier bin, kann ich nichts weiter aufbauen. Bald ist es 3 Jahre her, dass ich den Vertrag für dieses Haus unterschrieben habe. Leider war seitdem alles ein riesiger Kampf, und es gab so viele Verluste.
Ich kann nicht alle Katzen drinnen halten. Die allermeisten Katzen, denen ich in meinem Leben begegnet bin, auch meine eigenen, sind nicht für ein reines Leben in der Wohnung gemacht. Und trotzdem halte ich so viele von ihnen drinnen, weil ich sonst den Verstand verlieren würde.
Auch das ist eine lange Geschichte. Ich möchte sie nicht hier erzählen und daraus einen endlosen Beitrag machen. Ich weiß nicht … vielleicht erzähle ich sie ja doch irgendwann. Im Moment renne ich immer noch der Zeit hinterher und versuche, dir einen kleinen Einblick in unser Leben zu geben, ohne dass dafür an anderer Stelle Zeit fehlt. Während ich fege, füttere und spiele, geht mir das alles durch den Kopf.
Ganz ehrlich: Ein paar Kameras und Livestreams wären im Moment wohl am einfachsten.
Ich weiß nicht. Gerade hat das keine Priorität.
Ein kleiner Ausblick
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Bati bei der Fütterung.
Vorerst möchte ich mich darauf konzentrieren, für die meisten von ihnen einen besseren Ort zu finden. Einen Ort, an dem es draußen nicht gefährlich ist. Auch wenn dafür ein Zaun, ein paar abgetrennte Bereiche und Ähnliches nötig wären. Das wäre alles wunderbar. Aber natürlich braucht es dafür wieder viel Geld.
Ich müsste mit dem Auto losfahren und mir Orte ansehen. Und dafür brauche ich viel Energie. Die wieder aufzutanken, ist wirklich schwierig, wenn man an einem Ort lebt, der ständig Stress bedeutet.
Ich hoffe sehr, dass die Gründung von Mumcatorg helfen kann. Gerade mache ich ein bisschen Marketing für mein kleines Unternehmen – auch wenn es nicht auf Gewinn ausgerichtet ist!
Die sozialen Medien waren uns in den letzten zwei Jahren nicht gerade wohlgesonnen. Also muss man wohl auf etwas altmodischere Wege zurückgreifen, oder? Noch eine Aufgabe im Alltag und vielleicht noch eine neue Fähigkeit für meinen Lebenslauf.
Bevor ich es vergesse: Es gibt ein Patreon-Konto … das offenbar kaum jemand findet. Deshalb habe ich beschlossen, es auch mit Ko-fi zu versuchen.
Hoffentlich erreichen wir so mehr Menschen, die uns dabei helfen, unseren sicheren Ort für immer zu finden.
Hier funktioniert es einfach nicht. Mit so viel Stress kann ich nicht weitermachen.